Im Valvestino-Tal ist die Rotbuche (Fagus sylvatica) König, hier finden Sie uralte, riesengroße Exemplare davon; die ersten trifft man bereits auf einer Höhe von 700 m an, doch je weiter man hochsteigt, desto majestätischer werden sie, wie auf den Weiden der Corva-Alm und der Alvezza-Alm oder auf den Hängen, die von Rest oder Denai Richtung Tombea-Berg hinüber schauen. Es handelt sich hierbei um eine mesophile Pflanze, eine charakteristische Art aus der Bergwelt, die es weder übertrieben heiß noch kalt verträgt.
Auf kleinen nackten Felsen oder hervorstehenden Steinen verbirgt sich ein fast unerreichbares, niedriges Klettergewächs, der Steinbruch (Saxiphraga), der seinen Namen der Fähigkeit verdankt, wortwörtlich die Steine zu spalten. Der Anblick dieser Pflanze ist ein echtes Erlebnis für einen Botaniker. Der Steinbrech ist zur Symbolpflanze des Valvestino-Tals geworden, wo er verschiedene Arten hervorbringt: Spinnweb-Steinbrech (Saxiphraga arachnoidea), Blaugrüner Steinbrech (Saxiphraga caesia), Kiessteinbrech (Saxiphraga mutata), Rispensteinbrech (Saxiphraga paniculata), sowie die endemischen Saxiphraga petraea und Saxiphraga tombeanensis.
Dieser Steinbrech ist eine endemische Art dieser Gegend, eine echte Seltenheit, die von Botanikern aus aller Welt studiert wird.
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