Wanderweg am Gardasee: von Prati di Nago zum Monte Altissimo

Die Berg, Trekking und Ferienhütten in den Bergen am Gardasee. Vom unmittelbar vor der Schranke liegenden Parkplatz aus steigen wir über den Wanderweg 601 und die Südostflanke des Monte Varagna nach Sella Süd (1748 m) hinauf und weiter bis auf den Gipfel des Monte di Nago (40 Min.). Der Weg führt über eine Hochebene bis zum Fuße des Monte Altissimo (25 Min.) und bietet herrliche Aussichten auf den oberen Gardasee und die umliegende Berglandschaft.

Nach einer weiteren kurzen Aufstiegsstrecke nicht ohne Schwierigkeiten, die u.a. über felsiges Gelände führt, erreichen wir den Gipfel (40 Min.) mit einer kleinen Kirche, einem Observatorium und der Berghütte Damiano Chiesa (2.060 m, geöffnet von Juli bis September). Auf dem Rückweg folgen wir dem Wanderweg 622 über den Ostkamm des Berges, sehen die Überreste von Militärbauten aus der Zeit 1915 - 18 und steigen nach Bocca Paltrane (1831 m) hinunter. Hier biegen wir links auf einen kleinen Fußpfad ab, der uns ins Paröl-Tal führt. Weiter geht unsere Strecke an einer Mauer (55 Min.) entlang und schließlich über einen Weg, der zunächst zwischen Kiefern hindurch führt und uns anschließend in einen Buchenhain bringt.
Nach einer über Wiesen führenden Strecke gelangen wir schließlich zur Wegkreuzung 624 - 601 in 1.720 m Höhe, die wir bereits von unserem Aufstieg kennen (20 Min.). Über den Wanderweg 601 kommen wir zum Ausgangspunkt unserer Tour zurück.


Die Berghütte "Damiano Chiesa" auf dem Monte Altissimo

Die Arbeiten zum Bau der ersten Berghütte auf dem Monte Altissimo (2.060 m) wurden 1888 auf Initiative einiger Mitglieder der Ortsgruppen Rovereto und Brentonico des Tridentinischen Alpenverein (SAT) begonnen. Nach ihrer offiziellen Eröffnung am 6. Juni 1892 wurde die Berghütte zunehmend von Bergsteigern und Wandern besucht. Im Jahre 1905 wurde sie umgebaut und dient während des ersten Weltkrieges als Standort der italienischen Truppen, ohne dadurch Schäden zu erleiden. 1919 wurde die Hütte neu eröffnet und nach dem aus Trient stammenden Patrioten Damiano Chiesa benannt. Ende der 50er Jahre wurde die zunächst von der Ortsgruppe Rovereto verwaltete Hütte an die Ortsgruppe Brentonico des Tridentinischen Alpenvereins (SAT) und im Jahre 1965 an den Alpenverein Mori abgetreten, der auch für die jüngsten Arbeiten der baulichen Anpassung und Erweiterung (1995) verantwortlich zeichnete.

1988 wurde in unmittelbarer Nähe der Berghütte eine Aussichtsstelle mit Informationsschild zu den umliegenden Gipfeln eingeweiht, welche nach den Baronen Argia und Ugo Salvotti benannt wurde.
Anzahl der Betten: 20; Anzahl der Betten im Winterraum: 6.
Tel. 0464.520664 und 0464.867130


Hinweise
Alle Berghütten des Tridentinischen Alpenvereins (SAT) sind in der Zeit vom 20. Juni bis zum 20. September immer geöffnet; sie stehen auch zu anderen Zeiten des Jahres zur Verfügung, insbesonders an Wochenenden oder im Frühling.
Auskünfte zu den Berghütten des Tridentinischen Alpenvereins (SAT) erhalten Sie bei den Hüttenwächtern, bei den Ortsgruppen oder beim Tridentinischen Alpenverein (SAT) OC, Tel. 0461.981871 - Fax 0461.986462.


INFO

  • Ausgangspunkt: Prati di Nago (1.560 m)
  • Ziel: Prati di Nago (1.560 m)
  • Höhenunterschied gesamt (hin und zurück): 1.000 m
  • Dauer: 3,15 Std.
  • Schwierigkeitsgrad: E = Für Trekker. Diese längeren Touren führen über Pfade oder Abschnitte, die im allgemeinen ausgeschildert sind. Es handelt sich oft um an steilen Abhängen vorbei führende, jedoch gesicherte Strecken, die ein Mindestmaß an Erfahrung und Training voraussetzen.
  • Zeitraum: Mai - November
  • Kartographie: Kompaß Nr. 071, 096, 101, 102 und 690
  • Zufahrt: über die Staatsstraße 240 nach Nago, von hier aus den Schildern zum Monte Baldo folgend, im Auto über die asphaltierte Straße bis nach Prati di Nago und zur Schranke (13,7 km von Nago); Parkplatz.


Text: Domenico prof. Fava




    Nützliche Ratschläge:

  • Ein Ausflug oder ein Trekking am Gardasee in den Bergen ist immer ein ganz besonderes Erlebnis und eine abenteuerliche Begegnung mit der Welt der Berge und ihrer Natur. Da bestimmte Touren für den unerfahrenen Bergsteiger oder Wanderer mit gewissen Schwierigkeiten verbunden sein könnten, ist ein möglichst umsichtiges Verhalten empfehlenswert.

    Kleidung:

  • Niemals zu schwere Kleidung, die jedoch immer entsprechend der Jahreszeit, der Art der Tour, der Höhenlage und der Wetterverhältnisse gewählt werden sollte, die sich in den Bergen schnell ändern können. In den Rucksack gehören eine Sonnenbrille, ein Hut, Kleidung zum Wechseln (leichte oder schwere Kleidungsstücke, ja nach Saison) sowie eine Regenjacke mit Kapuze.

    Ausrüstung:

  • Neben angemessenen Berg- bzw. Trekkingschuhen sollten Sie eine Thermosflasche mit Wasser oder einem anderen erfrischenden Getränk sowie ein Erste-Hilfe-Set, Landkarten und ein kleines Vielzweckmesser mitnehmen.

    Allgemeine Sicherheit:

  • Informieren Sie vor Ihrer Tour immer einen Familienangehörigen oder einen guten Bekannten oder aber wenigstens das Personal der Rezeption Ihres Hotel oder Ihrer Ferienwohnung. Außerdem hat es sich oft als sehr hilfreich erwiesen, ein Handy mitzunehmen.


Diese Vorsichtsmaßnahmen, die zunächst übertrieben erscheinen können, sind sinnvoll, da man in den Bergen stets mit unvorhergesehenen Situationen oder auch Gefahren rechnen muss, auf die man sich entsprechend vorbereiten sollte.


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