Die günstige Lage von Torbole sul Garda, welches sich vom kalkreichen Hang des nordwestlichen Bergrückens der Monte Baldo Kette bis zur Sarca-Mündung hin erstreckt, verleiht dieser zauberhaften Gegend ein besonders mildes Klima sowie eine abwechslungsreiche Naturbeschaffenheit: Von den 2.078 m des Monte Altissimo bis zum Seeufer bietet die Landschaft zahlreiche Gelegenheiten zu Ausflügen und Wanderungen. Dank seiner Nähe zum Bahnhof von Rovereto und zur Ausfahrt der Brennerautobahn (Rovereto Süd/Gardasee-Nord) sind Torbole Nago beliebte Ausflugs- und Ferienorte. Außerdem ist die Gegend mit ihren konstant wehenden Winden ideal zum Segeln und Surfen. Der Strand Conca d'Oro, der Strand des Parks Colonia Pavese und der Villa Cian sind sehr groß und gepflegt. In unmittelbarer Nähe von Torbole sul Garda am Gardasee finden Sie auch Kletterwände, Wege und Maultierpfade zum Mountainbiken sowie Tennisplätze, Boccia- und Minigolfanlagen. Im Umkreis von weniger als 100 km kann man Kunststädte und sehenswerte Burgen erreichen. Ein Urlaub in Torbole oder Nago lohnt sich in jeder Jahreszeit und bietet für jeden Geschmack etwas: Ruhe, Abenteuer oder Vergnügen.
Nago liegt hinter Torbole sul garda in Richtung San Giovanni-Pass; es hat eine interessante Altstadt, in der sich die Pfarrkirche San Vigilio (13. Jh.), die Barockkirche Trinità (Hl. Dreieinigkeit) (18. Jh.) und das Haus des Dichters Antonio Gazzoletti (1813-1866) befinden. Im unteren Ortsteil befinden sich die österreichischen Festungsanlagen aus den Jahren 1860-62. Sie sind restauriert worden und stehen den Besuchern offen.
Die Kirche wird bereits 1175 in einem Dokument erwähnt; 1183 kam sie zur Zisterzenser Abtei San Lorenzo von Trient. Die Kirche wurde 1703 von den französischen Truppen zerstört, daraufhin im späten Barockstil wieder aufgebaut und 1839 feierlich eingeweiht. Sie besteht aus einem einzigen Schiff und zwei seitlichen Kapellen. Besonders interessant ist das Altarbild der Apsis von dem Veroneser Maler G. Cignaroli (1706-1770), welches das Martyrium des Heiligen Andreas darstellt.
Der Ortsteil "Busatte" liegt etwas hinter Torbole sul Garda und bildet eine beeindruckende Felslandschaft, die heute von immergrünen Pflanzen bedeckt ist, aber früher ein nackter Trümmerhaufen aus einem Felsrutsch war. In diese Felslandschaft wurden einige Sportanlagen eingefügt: zwei Tennisplätze, ein Volleyballplatz, ein Fußballplatz für 5er-Mannschaften, eine Bocciabahn, eine Rollschuhbahn und ein Fitnesspfad. Über die Tenin-Straße kann man Nago erreichen.
Einst führte durch dieses Tal die alte Römerstraße, welche die einzige Verbindung zwischen dem Etschtal und dem See darstellte. Hier passierten die Venezianer während des Krieges gegen das Haus Visconti (1439) und transportierten einzig mit der Kraft ihrer Arme, Ochsen und Wagen eine ganze Flotte, die aus 25 Booten und 6 Galeeren bestand, bis zum Gardasee. Diese Flotte war von der Adria über die Etsch bis zum Flußhafen Ravazzone und über den Loppio-See gekommen. Die Venezianer haben auf diese Weise am 5. Mai 1440 die mailändische Flotte auf dem Gardasee vor Ponale besiegt und konnten somit Riva del Garda zurückgewinnen.
Hierbei handelt es sich um große Kalklöcher, die von den Gletschern gebildet wurden, die hier eine "Felsstufe" vorfanden. Sie stammen noch aus der Eiszeit Wurm (130.000-10.000 v. Chr.). Wegen ihrer charakteristischen Form und ihrer bemerkenswerten Ausmaße hat ihnen der Volksmund den Namen "Kessel der Riesen" gegeben. Sie befinden sich in einem kleinen Tal zwischen Nago und dem Sarca-Fluss an der Straße, welche Nago mit Bolognano von Arco und Torbole sul Garda verbindet.