Die Ortschaft befindet sich zwischen Sirmione und Castelnuovo und liegt gleichzeitig am Gardasee und am Fluss. Peschiera del Garda liegt an den wichtigen Verbindungsstraßen nach Verona, Mantua, Brescia und den oberen Gardasee. Die großen Festungsanlagen, der Mincio-Kanal - der einzige Abfluss des Gardasees -, die Mauern und Kasernen schließen die heutige Altstadt in einen steinernen Gürtel. Hier konzentrieren sich viele Hotels, Restaurants und Geschäfte. Die am See in Richtung San Benedetto di Lugana liegende Gegend sowie das Hinterland bieten viele malerische Fleckchen, landestypische Lokale und zahlreiche Möglichkeiten für Ausflüge durch Olivenhaine und Weinanbaugebiete. Es gibt in dieser Gegend zahlreiche Campingplätze (insgesamt über 6.500 Standplätze), 45 Hotels sowie Appartement- und Zimmervermietungen. Außerdem gibt es zahlreiche Sportanlagen für Fußball, Tennis, Rollschuhlaufen und Tamburello sowie drei Reithöfe. Peschiera del Garda besitzt den größten Hafen des Gardasees, von dem zwischen März und Oktober täglich Dampfer und Tragflächenboote verkehren und somit die Möglichkeit angenehmer Ausflüge auf dem Gardasee bieten.
Sie ist eine der antiksten Kirchen der Diözese von Verona und wurde schon Anfang des 11. Jh. in einigen Pergamenten erwähnt. Im 15. Jh. wurde sie umgebaut. Unter den Franzosen wurde sie im 18. Jh. als Krankenhaus und Militärmagazin benutzt, bis sie 1812 geräumt wurde. Im Jahre 1822 wurde die Kirche zerstört und wieder aufgebaut. Im Jahre 1937 wurde sie innen von Pino Saoncella verschönert. Außer dem Hauptaltar erheben sich vier weitere Altäre: der Altar der Madonna, des Seligen Andreas (sowie eine Urne mit den Reliquien des Seligen Andreas, die Peschiera del Garda im Jahre 1641 übergeben wurde), der Altar des Heiligen Herzen Jesu und des Heiligen Antonius von Padua.
Die Wallfahrtskirche befindet sich etwa 3 km vom Zentrum von Peschiera del Garda entfernt und liegt auf einer der Anhöhen, die den gleichnamigen kleinen See umringen. Sie wurde Anfang des 6. Jhs. erbaut und im 10. Jh. weitläufig verändert. Die Kirche bewahrt außer der Statue der wunderbringenden Madonna auch bemerkenswerte Werke von Paolo Farinati (1522-1606) und Andrea Bertanza. Die Fresken der Fassade und des Chorraums stammen von Bernardino Mattone dem Jüngeren (17. Jh.). Die Kirche ist Ziel vieler Pilger.
Er ist der größte und tiefste (ca. 14 m) der vielen kleinen Moränenseen, die im Halbrund den Gardasee umgeben. Er ist ein Überbleibsel des Gardasees und hat sich in der Rückbildungsphase des quaternarischen Gletschers (mittlerer Riss) gebildet. Der Frassino-See ist eine Oase, die unter Naturschutz steht: in seinen Schilfrohren nisten die Schwäne. Seit einiger Zeit ist der See ausschließlich Studien und Forschungen vorbehalten.
Der Mincio Fluß fließt durch die im Halbrund angelegten Moränenhügel durch die Gemeinden von Peschiera del Garda und Valeggio mit dem zauberhaften Borghetto und geht dann bei Ponti ins Landesgebiet von Mantua über. Hier beginnt der 1984 von der Region Lombardei gegründete Naturschutz- park des Mincio. (Informationen: Parco naturale del Mincio - Via Marangoni, 36 - 46100 Mantua). In diesem Gebiet wird ein Projekt für die Wiederansiedlung des weißen Storches durchgeführt. Der Fluss ist auch ein beliebtes Ziel für Angler und auf seinen ruhigen Wassern werden jährlich zahlreiche Kanurennen veranstaltet.
Er befindet sich im Park Catullo und ist eines der wichtigsten Bauwerke der Stadt Peschiera del Garda. Nach der Niederlage von Caporetto am 8. November 1917 versammelte König Vittorio Emmanuele III. die wichtigsten militärischen und politischen Autoritäten um sich, um über die Strategie zum Widerstand auf dem Piave-Fluss zu entscheiden. Im Inneren befinden sich Erinnerungsstücke aus dem Risorgimento (italienische Befreiungskriege) und der Zeit des 1. Weltkrieges: Militärinstrumente, Waffen, Fotografien usw. Mit reinem Gold verzierte Bände aus Pergament tragen die Namen derjenigen, die während des Weltkrieges mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet worden sind.
Die Stadtmauern formen einen Komplex von großem künstlerischen und architektonischen Wert, einzigartig hinsichtlich der gewählten Verteidigungs- systeme. Die Errichtungszeit ist auf die Mitte des 16. Jhs. zurückzuführen, als die Republik von Venedig die absolute Herrscherin am Gardasee war. Besonders zu erwähnen sind die beiden Tore Porta Verona und Porta Brescia.