Vom Parkplatz aus geht's über die Gardaseeuferstraße Richtung Süden. Nach rund 700 km biegen Sie links ab und folgen den Hinweisschildern "Strada panoramica" (Panoramastraße). Zwischen Häusern und Olivenhainen hindurch geht's über die Straße, die nach San Maggiore führt, bergauf bis zum Hotel Panorama. Bei der nächsten Weggabelung folgen Sie den Hinweisschildern linker Hand bergan Richtung San Maggiore. In der kleinen Ortschaft, die wie eine von ein paar renovierten Häusern getüpfelte Wiese aussieht, fahren Sie geradeaus über die Schotterstraße mit den Markierungen des Alpenvereins. Nun erwartet Sie der anstrengendste Abschnitt: der Kies und Schotter macht die Fahrt an bestimmten Stellen ganz schön schwierig.
Etwas weiter ist der Wanderweg zwar betoniert, was die Auffahrt einerseits leichter macht, doch ist die Steigung hier wirklich hart an der Kippgrenze. Erst auf den grünen Weiden der Fiabio-Alm können sich Ihre Beine wieder etwas entspannen. Kurz nach der Alm fahren Sie links Richtung San Benigno e Caro weiter. Noch eine letzte zähe Steigung und Sie haben den höchsten Punkt der Strecke erreicht: die Ortschaft Porta del Vescovo. Ein paar steile Kehren und dann fahren Sie mit dem Mountainbike quer den Hang entlang bis zur Einsiedelei der Heiligen Benigno und Caro, welche hier im 9. Jahrhunderten lebten und starben. Zweihundert Meter vor der Klause müssen Sie aufpassen: links finden Sie einige Höhlen aus dem Ersten Weltkrieg, die Sie sich ansehen sollten (Taschenlampe).
Die Hinweisschilder nach Cassone sind der Anfang zu einer der technisch anspruchsvollsten Abfahrten des gesamten Gebietes: der alte Maultierpfad (Schotter), der Sie in Kürze zu den Bauernhöfen hinabführt, sorgt wahrhaft für "kaputte Arme". Daraufhin geht es etwas weniger hart zwischen alten Brunnen und Trögen hindurch bergab. Bei Kilometerstand 13,30 biegen Sie in den Schotterweg rechts ein, wo das Schild mit dem Durchfahrtsverbot für Motorräder steht. Auf dem Dorfplatz von Cassone angekommen, schließt sich der Kreis und es geht wieder zur Gardaseeuferstraße hinab, wo Sie dann rechts nach Malcesine abbiegen.
Malcesine, einer der am besten ausgestatteten Küstenorte, genießt dank seiner günstigen Position, seiner faszinierenden Burg und auch der Schriften J.W. v. Goethes seit jeher internationalen Rum. Der Ursprung der Burg ist so gut wie unbekannt; sicher ist, dass sie von den Franken erbaut wurde und dass Pipinus, der älteste Sohn Karls des Großen und König von Italien, sie zu seiner Wohnstätte erkoren hatte. Von 1405 bis 1797 war sie unter Venezianischer Oberherrschaft. 1786 verbrachte Johann Wolfgang von Goethe einen kurzen Urlaub in Malcesine am Gardasee. Der kürzeste Fluss der Welt. In Cassone, einem Ortsteil von Malcesine, fließt in der Nähe der Brücke, die über die Staatsstraße führt, munter und üppig das Wasser des kürzesten Flusses der Welt.
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