Wenn Sie das Valtenesi-Tal verlassen, treffen Sie im Süden auf das Gebiet der "Moränenhügel von Mantua". Dieser Name ist nicht ganz zutreffend, denn erst in neuester Zeit haben die Gemeinden, die in dieser Zone liegen, sich zu einem Konsortium zum Schutz dieser Landschaft zusammen geschlossen. Auf der einen Seite wird diese Gegend von der Poebene begrenzt, auf der anderen liegt der Gardasee, der hier so weit wie das Meer ist. Sirmione fügt sich reich an Poesie und Geschichte in die Gewässer des Sees ein. Gleich nach Desenzano öffnen sich die Hügel nach Lonato, Castiglione delle Stiviere und Solferino hin.
Zwischen den endlos langen Rebenzeilen, die sich vor Ihrem Auge auftun, vermeint man noch den ohrenbetäubenden Widerhall der lärmenden Schlacht zu vernehmen, die zwar nur wenige Stunden dauerte, die jedoch auf Grund der entsetzlichen Grausamkeit, mit der sie sich abspielte, das Rote Kreuz ins Leben rief: die Schlacht von San Martino und Solferino. Hier haben die historischen Weinberge dem energischen Vordringen des italienischen und des französischen Heeres und dem langsamen Rückzug des Kaiserlichen Heeres Österreichs beigewohnt. In diesen sonnigen Weinbergen wurden die Strategien der italienischen Widerstandskämpfe besprochen. Die moderne Geschichte hat diese unangenehmen Kapitel etwas in den Hintergrund gedrängt und erwähnt diese historischen Städte lieber im Zusammenhang mit erfreulicheren Dingen.
In dieser Zone wachsen nämlich die berühmten drei Weißweine des Gardasees: der "San Martino" und der "Lugana" kämpfen heute um das Anbaugebiet auf den Hügeln, wo einst jene grausame Schlacht stattfand; der "Bianco di Custoza" hingegen hat die Hügel jenseits des Mincio-Flusses ganz für sich allein. Die Gegend ist über die Staatsstraße 11 Desenzano-Peschiera oder von der Autobahn A4 aus leicht zu erreichen (Autobahnausfahrt Sirmione). Die Schönheit dieser Landschaft nimmt auch den zerstreutesten Besucher für sich ein. Hinter jeder Kurve taucht eine Scheune oder ein rustikales Gasthaus auf; die Leute hier sind überaus herzlich und wenn Sie Geduld haben, dann können Sie hinter einer versteckten Ecke eine der unzähligen "Buschenschänke" finden, jene einfachen Gaststätten, die die Bauern selber betreiben und wo Sie Erzeugnisse aus eigener Produktion erhalten.
Huhn vom Holzkohlengrill, saftige Schnitzel vom Rost, Kaninchen mit Polenta und selbst eingelegtes Gemüse erwarten die Urlauber und Wochenendausflügler. Und im Winter können Sie sich an den Steinofen setzen und sich bei würzigem Glühwein Leib und Seele wärmen.
Buchen Sie das Hotel in Sirmione