Sehenswertes in Laziselazise hafen

Lazise besteht aus zwei Ortsteilen (Pacengo und Colà) und liegt zwischen Bardolino und Peschiera del Garda. Seine Altstadt weist deutlich den mittelalterlichen Ursprung auf. Die im 14. Jh. von den Scaligern errichteten Stadtmauern werden von der Burg beherrscht. Der Name Lazise am Gardasee stammt von "laceses" (Ortschaft am See).
Lazise besitzt zahlreiche malerische Ecken wie die Piazza Vittorio Emanuele und den kleinen Hafen, der noch heute von den Fischerbooten belebt wird. Die Häuser und Bogengänge um den Hafen herum sowie die charakteristischen Gassen der Altstadt beherbergen zahlreiche Bars, Restaurants und Geschäfte.
Das wirtschaftliche Leben, welches früher ausschließlich aus dem Fischfang und der Landwirtschaft, im Besonderen aus Wein- und Olivenanbau, bestand, ist heute auf den Tourismus konzentriert, der aus Lazise eines der begehrtesten Ziele der "Oliven-Riviera" gemacht hat. Im Ort befinden sich zahlreiche Hotels, Ferienanlagen, , Appartement- und Zimmervermietungen sowie Campingplätze, . Es gibt auch viele charakteristische Lokale, in denen man die Fischgerichte des Gardasees mit dem Olivenöl und den Weinen des Veroneser Gardaseegebietes genießen kann.

Die Burg in LaziseLazise Die Burg

Sie wurde Ende des 9. Jh. zur Verteidigung gegen die Hunnenplage errichtet. Es erfolgten mehrere Umbauten und zusätzliche Festigungswerke. Die Burg in Lazise ist eine der besterhaltenen Festungsanlagen am Gardasee. Sie hat einen viereckigen Grundriss mit fünf Türmen und dem Hauptturm ("mastio"). An den beiden Eingängen im oberen Teil des Hauptturmes sind noch die alten Wappen sichtbar, auch wenn sie zuerst Kaiser Maximilian, und später Bartolomeo und Antonio della Scala zertrümmern ließen. "Die Gerechtigkeit des Mondragòn gibt demjenigen Unrecht, der Recht hat." ("La giustizia del mondragòn la ghe dà torto a chi g'ha rasòn"): So sprachen die Einwohner von Lazise, wenn sie das Mauerwappen kommentierten. Dieses Sprichwort zeigt deutlich das mangelnde Vertrauen, das die Bürger der Gewaltherrschaft entgegenbrachten. Die Burg befindet sich im Park der Villa Bernini.

Die Kirche SS. Zeno e MartinoLazise Die Kirche SS. Zeno e Martino

Sie wurde im Jahre 1295 zum ersten Mal in einem Dokument erwähnt und diese Kirche in Lazise ist dem Heiligen Zeno, dem Schutzheiligen der Kirche von Verona, der Gewässer und des Fischfangs, geweiht. Die Kirche wurde Ende des 18. Jh. erst nach einem Projekt des Architekten Luigi Trezza, dann nach einem Projekt von Francesco Ronzano wieder aufgebaut. Sie beherbergt in ihrem Inneren ein Altarbild vom Heiligen Martin (1828) von C. Dusi und den "Kreuzweg" (1831) von P. Testoni. Die Statuen auf der Fassade sind von A. Spiazzi.

Die Kirche S. Nicolò in Laziselazise kirche

Sie wurde im 12. Jh. von den Einwohnern über dem Hafen erbaut und Sankt Nikolaus von Bari, der im Mittelalter als Patron der Schulen und der Seefahrer verehrt wurde, geweiht. Im Laufe der Zeit wurde die Kirche als Lager, Kaserne, Wohnstätte und Lichtspieltheater benutzt. Seit 1953 wird sie wieder als Kultstätte verwendet. Die Kirche ist auch eine Gedenkstätte für die Kriegsgefallenen und trägt auf der äußeren Nordwand eine Freske aus dem 14. Jh. der Madonna mit Kind auf dem Thron. Heute ist die Kirche in Lazise am Gardasee in der Sommersaison den evangelischen Messen vorbehalten.

Die Veroneser Zollstelle in LaziseLazise Die Veroneser Zollstelle

Das Gebäude wurde im 14. Jh. ursprünglich als Arsenal der Scaliger und der Venezianer erbaut. Es beherbergte den Stützpunkt für die Produktion von Salpeter zur Herstellung von Schießpulver, war Zollstelle für die Waren, die von und nach Venetien ein- und ausgeführt werden sollten und hatte außerdem eine Baumwollweberei sowie die "Casa del Fascio" (Verbandshaus).