Isola di Garda (Gardasee-Insel)Isola del Garda

Vor alter Zeit trug die Garda Insel den Namen 'Insula Craniae'. Nach dem Jahr 1000 bekam sie die Namen 'Insel Garda', 'Insel der Mönche', 'Insel Lechi', 'Insel Scotti', 'Insel de Ferrari', 'Insel Borghese-Cavazza'. Die Insel, die schon zur Römerzeit bewohnt war, wurde bis zum Jahr 879 als Jagdrevier benutzt. Später ging sie in den Besitz von Karl dem Großen über. Der sie dann den Mönchen schenkte. Im Jahre 1221 ließ der Helige Franziskus im nördlichen Teil der Garda-Insel eine einfache Einsiedelei auf den Klippen errichten. Die fünf Mönche, die sich da eingesiedelt hatten, verbrachten in ihren im Felsen eingebetteten Zellen ein kontemplatives Leben in absoluter Armut.

1227 kam der Heilige Antonio aus Padua zum Gardasee. Höchstwahrscheinlich landete auch Dante Alighieri im Jahre 1304 auf der Insel. Von 1383 bis 1444 verschönerte der Heilige Bernardino aus Siena den klostergarten mit Zedern, Zitronene-Orangen- und Olivenbäumen. In den folgenden Jahren hielt hier der Franziskaner Francesco Licheto öffentliche Philosophie- und Theologievorlesungen. Mit seienen Tod im Jahre 1529 begann der Verfall der Einsiedelei. Im Jahr 1803 (sechs Jahre vorher hatte Napoleon die Zisalpinische Republik gegründet) wurde der religiöse Orden endgültig aufgehoben. Die Insel wurde Staatseigentum und wurde dann an die Adelsfamilie Conter aus Salò verkauft.

Im Jahre 1817 ging das Eigentum zuerst in den Besitz der Brüder Benedetti aus Portese, dann in den Besitz von Giovanni Fiorentini (einem Händler aus Mailand) und der Familie Lechi aus Brescia über. 1860 wurde die Gegend enteignet und als militärischen Grenzvorposten benutzt. Anfang 1870 wurde die Insel versteigert und ging somit in den Besitz der Familie Scotti über, die sie später dem Herzog de Ferrari aus Genua abtrat, dem die Ausführung des prächtigen, noch bestehenden Palastes zu verdanken ist. Die Bauarbeiten, die vom Architekten Rovelli aus Genua geleitet wurden, wurden 1903 beendet.

Das Ergebnis war ein prächtiges, äußerst kompliziertes Gebäude im neugotischen-venezianischen Stil, das an den Dogenpalast in Venedig erinnert. Maria Annenkov, die Gemahlin von Herzog de Ferrari, starb, vererbte deren Tochter Anna Maria die ganze Anlage. Dank ihr bereicherte sich der Garten mit exotischen Sträuchern, Bäumen und Blumen. Anna Maria heiratete den Prinzen Scipione Borghese und deren Tochter Livia pflegte jenes Paradies mit außerordentlicher Liebe über fünfzig Jahre lang. Sie war die Frau vom Grafen Alessandro Cavazza, dem sie drei Söhne gebar: Novello, Paolo Emilio und Camillo. Camillo bekam die Gardasee-Insel. Die jetzigen inhaber sin seine Frau, Charlotte Chetwynd Talbot, und ihre Kinder: Sigmar, Livia, Eric, Ilona, Alberta, Christian und Lars Patrick.

Die kleinen Seen von SovenigoValtenesi Die kleinen Seen von Sovenigo

An der Gemeindegrenze zu Muscoline und Gavardo liegen einige kleine Seen, die leicht zu Fuß oder im Auto zu erreichen sind. Im Juli und August kann man die herrlichen Blüten der verschiedenen Wasserpflanzen und Lotosblumen bewundern.