Peschiera del Garda in der GeschichtePeschiera Neugier Ein bißchen Geschichte

Peschiera del Garda ursprünglich ein Pfahlbautendorf und wurde anschließend zu einer römischen Ansiedlung, wie der antike Name Arilica bezeugt. Während der Arbeiten auf der Piazza Arilicense sind die Grundmauern und verschiedene Teile einer römischen Villa ans Licht gekommen. Interessante Fragmente von Fußbodenmosaiken sind neben der Kirche San Martino zu sehen. Der Name Piscaria wurde Peschiera del Garda hingegen von den Langobarden verliehen, um die Fischreichheit dieses Traktes am Gardasee hervorzuheben.
Peschiera del Garda wurde erst von Berengario I. und dem kaiserlichen Stadthalter Ezzelino da Romano und anschließend von den Venezianern befestigt, die ab der Mitte des 6. Jhs. nach Plänen von Giudobaldo da Urbino und den Sammicheli auf die Bauweise einwirkten. Napoleon fügte dem Ort neue Festungsanlagen hinzu. Am Anfang des 19. Jhs. veränderten die Österreicher erneut das Stadtbild und erweiterten die Festungsanlage, die mit Mantua, Verona und Legnano einer der Hauptsitze der "Quadrilatero" (Vierstädtefestung) war. Mit dem Ende des III. Unabhängigkeitskrieges (1866) kam Peschiera zum Königreich Italien.

Lugana, der Wein der GötterPeschiera Lugana, der Wein der Götter

Der Lugana Wein besteht zu 90 % aus Trebbiano-Trauben und seine Farbnuance reicht vom leuchtenden Strohgelb bis hin zu grünlichen Tönen, die mit der Reifung goldene Reflexe erhalten. Der sofort an seinem harmonischen und delikaten Duft erkennbare Wein hat einen trockenden und lebendigen Geschmack und eignet sich hervorragend als Aperitif. Sehr gut passt er auch zu Vorspeisen und Fischgerichten. Er wird mit einer Temperatur von 8 - 10° C serviert.

Das Wunder der Madonna del Frassino (=Esche)Peschiera Das Wunder der Madonna del Frassino (=Esche)

Am 11. Mai 1510, während des Krieges zwischen den Venezianern, Spaniern, Franzosen und Deutschen, befand sich der Bauer Bartolomeo Broglia, der in der Ortschaft Pigna das Land bestellte, plötzlich vor einer großen Blindschleiche. Er wandte sofort seine Gedanken der Madonna zu und so erschien sie ihm, von einem strahlenden Licht umgeben, zwischen den Blättern einer Esche. Der Bauer kniete sich dankend nieder und nachdem er die Statue geküßt hatte, packte er sie in eine Kiste und nahm sie mit zu sich nach Hause.
Als er zuhause die Madonna aus der Kiste nehmen wollte, war die Kiste leer: Die Madonna war auf den Wunderbaum zurückgekehrt. Als der Priester Don Antonio Cornacchi von dem Vorgefallenen hörte, begab er sich mit den Autoritäten an den Platz der Erscheinung und transportierte in einer Prozession die Statue nach Peschiera del Garda in die Kirche Disciplina. Aber auch dort verschwand die Statue, um zu ihrer Esche zurückzukehren. So beschloss man, an jenem Orte eine Wallfahrtskirche zu errichten. Die Arbeiten begannen am 10. September 1511.

Villa Albertini in Peschiera del Garda

Die Villa der Grafen Albertini befindet sich auf einem großen Landgut in der Ortschaft Paradiso etwa 2 km von Peschiera del Garda entfernt und wurde im 17. Jh. im Stil der Sammicheli errichtet. Anschließend wurden verschie- dene Veränderungen vorgenommen. Daneben befindet sich eine im 18. Jh. mit der Genehmigung der Regierung der "Serenissima" erbaute Kapelle.

Die Parkanlage Sigurtà (Valeggio sul Mincio)Peschiera Die Parkanlage Sigurtà

Dieser Privatpark erstreckt sich 8 km von Peschiera del Garda entfernt über eine Fläche von 60 Hektar und grenzt an die Moränenhügel, die das Mincio-Tal formen. Man kann den Park mit dem Pkw oder, nach Reservierung, mit dem Bus besuchen. Die Strecke ist 7 km lang und verfügt über 13 Parkplätze an den wichtigsten Stellen. Man kann über zahlreiche Waldpfade und Wiesenwege spazieren und somit den Anblick der Gärten, der kleinen erhöhten Pavillions, der hübschen Seen, Brunnen, Bäume und Blumen genießen. Der Park ist von März bis November geöffnet.