Das Kloster Santa Giulia in Brescia wurde im Jahr 753 vom letzten Langobardenkönig, Desiderius, gegründet. Es umschließt die Basilika San Salvat (7. - 9. Jh.) mit drei Schiffen mit Säulen, die teilweise aus antiken romanischen Gebäuden stammen, und der romanischen Kirche Santa Maria in Solario (12. Jh.) mit einer achteckigen Kuppeldecke (Tiburium) und kleinen Säulen; darin ist auch der Schatz der Heiligen Julia (Santa Giulia) ausgestellt mit dem Wunschkreuz (Croce di Desiderio) welches mit Edelsteinen und Kameen übersät ist, weiters die Lipsanoteca, eine Elfenbeinschatulle aus dem 4. Jh., und das Diptychon von Boezio aus dem 5. Jh. In diesem Kloster hat Ermengarda Zuflucht gefunden, wie sie von Karl dem Großen verstoßen wurde. Bis zum Jahr 1798 wurde das Kloster von Benediktinerschwestern geleitet, heute beherbergt es das Brescia Stadtmuseum.
Die Piazza Vittoria in Brescia wurde von Marcello Piacentini geplant. Zu seiner Realisierung wurde ein Großteil der mittelalterlichen Stadt demoliert. Der Platz wurde im Jahr 1932 eingeweiht. An einem Ende wird der Platz vom imposanten Gebäude der Post begrenzt, auf der anderen Seite überragt ihn majestätisch ein 60 m hoher Wachturm. Diesem gegenüber säumt ein viereckiger Laubenhof mit dem Revolutionsturm den Platz.
Diese Bibliothek wurde im 18. Jh. auf Wunsch des Kardinals Angelo Maria Querini, dem damaligen Bischof der Stadt Brescia, errichtet und verwahrt kostbare Manuskripte, Sammlungen, Kodexe, Wiegendrucke und über 300.000 Buchbände; zu den kostbarsten Werken gehören das Evangelario Purpureo (die Bibel Wulfilas), eine Schöpfung der Ravenner Tradition aus dem 6. Jh. mit Silberbuchstaben und Golddekorationen.
Die Loggia (Gebäude mit Laubengang) ist ein Renaissancewerk, das in der Zeit von 1434 bis 1436 errichtet und im Jahr 1574 fertiggestellt wurde; es entsprang den Händen berühmter Küntstler wie Palladio, Sansovino und Tiziano. Heute ist die Loggia Sitz des Rathauses von Brescia. Das Parterre besteht teilweise aus Laubengängen und weist große Bogenöffnungen auf; das Obergeschoss ist mit einem Hochrelieffries geschmückt. Den Rathausplatz säumen auch Kunstwerke wie der Monte di Pietà (1484), die Lauben (1595) und der Uhrturm, der an sein Vorbild in Venedig (Markusplatz) erinnert: er verfügt über eine mechanische Sternuhr und zwei Holzstatuen, die mit Metall verkleidet sind und "I Mac' dele ure" (die Stundenschläger) heißen, weil sie mit einem Schlägel auf einer Glocke die Stunde anschlagen.
Hierbei handelt es sich um ein bedeutendes Gebäude, das um 1557 im Auftrag von Antonio Martinengo Cesaresco errichtet wurde - vielleicht von Lodovico Beretta -. Verziert, wurde der Palast von Jacopo Medici Manfredini. Im Jahre 1838 wurde an seiner Seite ein kleinerer Palast angebaut, der einem Projekt Vantinis entsprang; das Gebäude befindet sich in der Via Trieste und ist heute Sitz der Katholischen Hochschule von Brescia.