Auch die Geschichte von Bardolino am Gardasee beginnt mit den Pfahlbauten: die Geschichte der Pfahlbauten von Cisano di Bardolino wurde bereits 1938 erforscht. Nach der römischen Besetzung befestigte sich der Ort, um sich gegen die Invasion der Ungarn zu verteidigen, wie sowohl aus dem Stadtplan als auch aus verschiedenen Funden hervorgeht, die in Bardolino und Umgebung gemacht wurden. Auf den Überresten dieser Festung erbauten die Scaliger ihre Burg und die Stadtmauern. Bardolino war ursprünglich eine selbständige Gemeinde, wurde aber 1193 an Verona verkauft; anschließend gehörte es zu Venedig, was zu einer besonderen Entwicklung des Weinanbaus führte. Mit Napoleon (1797) und den Entscheidungen des Kongresses von Wien (1815) wurden neue Etappen der geschichtlichen Situation des Ortes eingeleitet, insbesondere durch die lange Herrschaft der Habsburger, welche sich bis zur Beendigung des III. Unabhängigkeitskrieges (1866) hinzog.
Das Konsortium zum Schutz des "Bardolino"-Weines hat eine bezaubernde Weinstraße ausgebaut, die natürlich beschildert ist und durch die verschiedenen Ortschaften und Dörfer der Produktion führt: Bardolino, Marciaga, Castion, S. Colombano, Affi, Cavaion, Cisano, Cordevigo, Lazise, Bussolengo, Pastrengo, Sandrà, Palazzolo, Ronchi, Castelnuovo und Sona. Es handelt sich hierbei nicht nur um eine Fahrt durch üppiges Weingelände und antike Landgüter, in denen die Weinherstellung nach traditionellen Methoden ausgeführt wird, sondern es ist auch eine Fahrt durch Geschichte und Kunst, vorbei an Villen der vorigen Jahrhunderte, an romanischen Kirchen und Burgen.
Hierbei handelt es sich um eine große Steinplatte, die sich am alten Hafen von Bardolino am Gardasee befand. Der Name ist eine Kombination von "pre" und "onda", das heißt, Stein an der Welle. Dieser Name erklärt die Herkunft dieser Steinplatte: Sie befand sich an der Wasserlinie. Sie hatte verschiedene wirtschaftliche und soziale Funktionen: Die Fischer benutzten sie, um ihren Fischfang anzubieten; die Einwohner machten sie zum Treffpunkt ihrer abendlichen Gespräche. Sie galt als glücksbringend, besonders, um neue Lieben zu flechten. Ein kultureller Zirkel trägt heute ihren Namen.