Desenzano del Garda liegt wie ein Amphitheater auf dem moränischen Halbrund, das den unteren See umschließt, und gilt als die Hauptstadt des Gardasees. Desenzano am Gardasee ist reich an Hotelanlagen, Feriendörfern, Campingplätzen, Gaststätten und Wirtshäusern, die über eine ausgezeichnete Küche und berühmte Weine (Lugana, Tocai, Rosso Riviera) verfügen. Außerdem bietet Desenzano viele Sportanlagen (Schwimmbäder, Reitställe, Tennisplätze usw.) und kulturelle Stätten (Stadtmuseum, Bibliothek, Musiksaal, Kongressaal usw.). Sehr charakteristisch ist der aus dem 15. Jh. stammende Wochenmarkt am Dienstag. In Desenzano fehlen auch günstige Verkehrsverbindungen nicht: Der Bahnhof auf der vielbefahrenen Strecke Mailand-Venedig; die Autobahnausfahrt der "Serenissima"; der Flugplatz "Valerio Catullo" von Verona (etwa 20 km entfernt) sowie der Hauptanlegehafen für Dampfer und Tragflächenboote der Navigarda.
Es wurde im April 1990 eröffnet und beinhaltet die vielen Funde, die in der Torfgrube von Polada zwischen Desenzano del Garda und Lonato und im Gebiet Lavagnone, einer Pfahlbausiedlung etwa 5 km südlich der Stadt, ans Licht gekommen sind. Außer Keramiken, Messer- und Waffenspitzen aus Kieselstein, Waffen, Geräten usw. befindet sich im Museum auch ein Pflug aus Eichenholz aus der südalpinen Bronzezeit (ca. 2200 v. Chr.). Dieser Pflug gilt angesichts seiner Größe - einer der beiden Teile mißt 2,20 m - und seines guten Zustandes als besonders interessant. Die Ausstellung bietet auch zahlreiche Karten, Lagepläne und Erläuterungen. Das Museum ist am Dienstag, Freitag, Samstag, Sonntag sowie an Feiertagen von 15.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Für Informationen: Tel. 030/9144259
Im Jahre 1921 wurden die Ruinen der Villa von Desenzano del Garda, die eine Ausdehnung von einem Hektar hat, entdeckt. Die Villa gilt als eines der wichtigsten Zeugnisse von großen spätantiken Villen Norditaliens: Eine erste Bauphase wird dem 1. Jh. n. Chr. zugeschrieben, die Vollendung wird hingegen anfangs des 4. Jh. datiert. Außer dem "Antiquarium" mit Skulpturen, Schmuckstücken, Gebrauchsgegenständen, Lampen, Broschen usw. sind das achteckige Vestibulum, das Peristylium, die Vorhalle, die prunkvolle "aula trichora" und das "Viridarium", vervollständigt durch ein Nymphäum, sehr interessant. Die Mosaikböden sind hinreißend schön. Die Mosaike stellen Fischer-, Landleben- und Jagdszenen dar. Die Villa ist außer am Montag täglich von 9.00 bis 17.30 Uhr geöffnet. Informationen: Tel. 030/9143547
Der Dom von Desenzano am Gardasee wurde zwischen 1586 und 1611 nach einem Projekt des aus Brescia stammenden Architekten Giulio Todeschini (1524-1603) erbaut und der Heiligen Maria Magdalena gewidmet. Er beherbergt in seinem Inneren Gemälde von Andrea Celesti (1637-1712), Gian Battista Tiepolo (1696-1770), Zenon Veronese (1484-1553), Palma dem Jüngeren (1544-1628), Andrea Bertanza und Pietro Calcinardi. Der Hauptaltar ist reich an Marmorintarsien und wird der Werkstatt von Santo Calegari zugeordnet.
Er befindet sich im Kloster Santa Maria de Senioribus und besteht aus Arkaden und Tafeln. Er wurde von Atilia Urbica und dessen Söhnen in Auftrag gegeben. Der Steinsarg wurde wahrscheinlich zwischen Ende des 2. Jh. und Anfang des 3. Jh. n. Chr. gemeißelt und trägt eine lateinische Inschrift sowie zwei Abbildungen von Frauen, welche Laute spielen und ein Tuch aus einem Korb nehmen.